REPORTAGE 049b

 
 

Ich kann es fast nicht glauben, dass ich schon seit 10 Jahren zu diesem Super Orgel Festival gehe. Aber schon nach dem ersten Mal wusste ich, dass es deren viele sein werden und ab dem zweiten Festival konnte ich durch meine Begeisterung und Reklame bereits andere Orgelfans um mich scharen. Mit dem Pauschalarrangement ãBlackpoolÒ hatte ich Erfolg; in einem dieser Jahre waren wir immerhin 40 Personen!

Blackpool zum Zehnten

Dadurch, dass ich für die Teilnahme und die Reise alles organisiere, wird es den Interessenten so einfach wie möglich gemacht, um mit zu kommen. Meine neuesten Gäste aus Berlin, Horst (Bild) und Eleanora Aden, wollten es trotzdem etwas abenteuerlicher haben und entschieden sich deshalb auf eigene Faust nach Blackpool zu reisen, um von 25. bis 31. Mai mit dabei zu sein. Sicher sind einige Leser interessiert, was sie zu berichten haben: ãErstmalig hatten meine Frau und ich uns entschlossen, Joe Bechter anzuschließen, um das Orgelfestival in Blackpool zu besuchen. Nur, anstatt wie die Gruppe die Reise mit dem Flugzeug zu machen, entschlossen wir uns selbständig per Bahn nach England zu reisen. Mit dem Nachtzug sind wir von Berlin nach Brüssel und von dort mit dem Eurostar weiter nach London gereist. Von dort ist Blackpool am Nachmittag zu erreichen. Nach der Ankunft im Festival-Camp schlossen wir uns der von Zürich angereisten Schweizer Gruppe an. Wir hatten sofort guten Kontakt, so dass ein Aussenstehender bestimmt gemeint hätte, wir seien Altbekannte. Es wurde über die Reise gesprochen, gefachsimpelt und gemeinsam zu Abend gegessen. Und dann gingÕs los: 70 Konzert Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorführungen, was das Orgelherz begehrt. Jeden Tag Tanzabende, ja sogar Tanzstunden; auch kunstgewerbliche Aktivitäten. Für die sportliche Betätigung gibtÕs ein Hallenschwimmbad. Meine persönliche sportliche Aktivität war, jeden Morgen vor dem Frühstück mit Joe am Sandstrand zu joggen. Der Höhepunkt war für mich - so wie sicher für die meisten Teilnehmer - das Konzert im Tower Ballroom an der âMighty Wurlitzer TheaterorgelÕ. Zuvor hatte uns Joe in das âOpera HouseÕ geführt, wo ebenfalls eine Wurlitzer steht. Der Hausorganist gab uns ein kleines Konzert und anschliessend durften wir selbst an der Konsole sitzen; nicht nur für ein Foto, sondern um selbst in die Tasten zu greifen!
Englischkenntnisse kann man gut gebrauchen, zumal die Engländer äusserst kontaktfreudig sind, aber auch diejenigen, die kein oder nur kaum Englisch sprachen, meinten trotzdem, recht gut zurechtgekommen zu sein. Unbegreiflich ist mir nur, warum wir nur vier Teilnehmer aus Deutschland waren, zumal es bei uns nicht annähernd Ähnliches gibt. Für die Unentschlossenen stelle ich mich gerne zur Verfügung für Auskünfte und guten Rat betreffend Festival sowie auch betreffend Reisemöglichkeiten. Meine Anschrift ist wie folgt: Horst Aden, Karl-Marx-Allee 86, D-10243 Berlin, Tel.: (030) 296 08 62.Ò