Einige Teilnehmer der Gruppenreise nach Blackpool haben gerne über ihre Erfahrungen berichtet ...
Bertram Schmid aus Amtzell (D): Das Zusammentreffen mit Joe Bechter und den anderen Teilnehmern am Flughafen Zürich war problemlos, da mir Joe von der OKEY! bekannt war. Bei einigen Teilnehmern konnte ich mich noch erinnern, dass ich sie vor Jahren beim Schweizer Orgelfestival in Engelberg gesehen hatte. Kurzum, es war ein lustiges Häufchen, das da am Flughafen ankam. Dort wurde die Gruppe noch von Kölnern, Schweden und John Ledwon aus den USA (Organist im El Capitan Theater Hollywood) verstärkt - eben richtig international: mit Schweitzerdeutsch und Englisch zur Verständigung. Zur Einstimmung hatte Joe für uns einen Besuch in der Town Hall von Stockport mit Besichtigung und Vorführung der 4/20 Wurlitzer organisiert. Für mich - natürlich auch für meine Frau - war es sehr interessant, da ich mit Theaterorgeln zuvor noch nie in Berührung gekommen war. Nach einem Imbiss ging es dann weiter nach Blackpool ins Camp. Joe hatte uns während der Busfahrt einige Tipps zu den Konzerten gegeben. Wie sich am Ende herausstellen sollte, waren diese goldrichtig. Bei Wind und Regen angekommen, wurden die Appartements bezogen. Anschließend machten wir uns gleich auf den Weg, die verschiedenen Konzert- und Vorführräume zu erkunden. Es ist sehr schön, dass sich alle Aktivitäten innerhalb des Camps abspielen. Man benötigt zu keiner Veranstaltung ein Fahrzeug, alles ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen - lediglich ein Regenschirm war zumeist vorteilhaft. Wir waren erstaunt, wie viel Interesse bei den Engländern am Orgel- und Keyboardspiel besteht und mit welcher Ruhe und Gelassenheit dort Konzerte sowie Vorführungen ablaufen. Man kann während der Darbietungen ein- und ausgehen, und trotzdem ist Ruhe und ein sehr guter Hörgenuss gewährleistet. Morgens und abends war jeweils ãEssenfassenÒ angesagt, das mehr als reichlich zur Auswahl stand. Anschließend ein kurzer Spaziergang, manchmal auch am nur ca. 500 Meter entfernen Strand entlang - einfach toll!
Ein echter Höhepunkt war der Montag. Joe organisierte einen Besuch im ãOpera HouseÒ bei der 3/12 Wurlitzer, und nach dem Mittagessen in einem Pup in Blackpool ging es in den legendären Blackpool Tower Ballroom. Die Optik im Saal, die Tanzvorführungen und vor allem natürlich der Klangzauber, den die Organisten (u.a. auch John Ledwon) zu Gehör brachten, war allein schon diese Reise wert. Alles ist live gespielt! Meine Frau und ich hätten noch viele Stunden zuhören können, denn die Atmosphäre hier ist einfach viel schöner, als im Wohnzimmer die Musik von der CD zu hören.
So verging die Woche leider viel zu schnell. Es waren wirklich gute Künstler zu hören, und es war auch sehr erholsam. Doch am Freitag war die Heimreise angesagt: Busfahrt nach Manchester, Einchecken und Rückflug. der Abschied war nicht leicht, die Gruppe war super und unser Joe hatte einfach alles bestens organisiert und im Griff. Es war ein tolles Erlebnis und sicher nicht das letzte Mal, dass wir zum Orgelfestival nach Blackpool gekommen waren.
Hans Köller aus Frechen (D): Wir, zwei befreundete Ehepaare aus Köln, Orgel- und Keyboard-Fans, sowie eifrige OKEY!-Leser, beschlossen das Blackpool Extravaganza zu besuche. Also haben wir uns mit Horst Aden aus Berlin, dem Kommentator des vergangenen Festivals, in Verbindung gesetzt. Von ihm erhielten wir die ersten Infos, sowie einen Verweis an Joe Bechter, den eigentlichen Organisator der Reise. Mit einigen Emails hin und her haben wir uns dann Joe Bechter und seiner Schweizer Gruppe angeschlossen, bei ihm gebucht und uns selbst nur noch um Flüge gekümmert. In Manchester angekommen trafen wir dann auf die Schweizer Orgelfreunde, stellten uns gegenseitig mit den Vornamen vor, und schon waren wir integriert. Joe hatte von da an alles super organisiert. Wir hatten einen guten Kontakt zur Gruppe und wurden mit guten Ratschlägen nur so verwöhnt. Die Unterkunft im Camp war in Ordnung, dass Essen typisch englisch, aber schmackhaft und reichlich. Ansonsten sehr viel Musik, tagsüber Workshops, Ausstellungen der Hersteller, am Abend drei Konzerte und anschließend noch Jazz live im Pup bis morgens. Alle Künstler wohnten ebenfalls im Camp, so dass man oft auch Gelegenheit zu einem Gespräch hatte. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch im Blackpool Tower Ballroom mit abwechselnden Konzerten von verschiedenen Organisten. Außerdem besichtigten wir noch eine Wurlitzer in Stockport und im Opernhaus in Blackpool. Fazit: Alles fand ungezwungen im netten Rahmen statt, es kam keine Langeweile auf, so dass wir für das leider sehr schlechte Wetter entschädigt wurden. Nach einer Woche, berauscht von vielen musikalischen Eindrücken, ging es schweren Herzens wieder nach Hause. Wenn es uns möglich ist, reisen wir nächstes Jahr wieder mit.
Marcel Roshard aus Illnau (CH): Schon zum 10. Mal besuchte ich dieses Jahr das traditionelle Orgelfestival in Blackpool. Es ist immer wieder erstaunlich, wie vielfältig das Angebot der Organisatoren ist. Die verschiedenen Konzerte, die interessanten Theoriestunden, die vielen Orgelmarken mit der großen Auswahl an Hard- und Software bieten abwechslungsreiche, musikalische Unterhaltung. Meine Frau war auch schon das 9. Mal mit dabei und sie genießt neben der Musik auch die Umgebung des Camps, sei es im Norden Fleetwood mit dem berühmten Markt sowie dem Einkaufscenter Freeport oder im Süden die idyllischen Städtchen St. Annes und Lytham mit ihren kleinen, altenglischen Shops. Das Festival hat einen festen Platz in unserem Terminkalender und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.
Krister Perrson aus Malmoe (S): Dies war meine erste Reise zum Extravaganza nach Blackpool. Meine Mutter war auch dabei. Treffpunkt mit den Orgelfans aus Deutschland und der Schweiz war der Flughafen Manchester. Wir erhielten ein sehr warmes ãWelcomeÒ, wir fühlten uns sofort sehr wohl in der Gruppe. Obwohl in der Gruppe Deutsch gesprochen wurde und unser Deutsch etwas schwach ist, konnten wir uns in Englisch gut verständigen. Nebst meiner allgemeinen Freude an der Orgelmusik bin ich auf diesem Trip auch ein Theaterorgel-Enthusiast geworden! Vorher hatte ich Wurlitzers nur von Bildern gesehen. Es war fantastisch diese Instrumente näher kennen zu lernen und auch Pfeifenkammern zu sehen. Den Theaterorgelklang ãliveÒ zu hören war eine ganz tolle Erfahrung. Blackpool ist eine super Gelegenheit, alle neuen Orgelmodelle zu sehen und zu hören und so viele bekannte Künstler zum ersten Mal auf der Bühne zu erleben. Es gab mir viel Inspiration, welche ich für mein eigenes Orgelspiel anwenden werde. Es war eine tolle Woche, ich werde wieder hingehen. Wer noch nie in Blackpool gewesen ist, soll doch nächstes Jahr mitkommen! (vom Englischen übersetzt)